Auf Tour zu den Nordlichtern nach Lappland


Ende Oktober gingen wir mit unserem Landcruiser auf Tour nach Lappland, um die Zauberwelt der Polarlichter zu entdecken. Es ging los von Recklinghausen nach Travemünde und dann mit der Finnlines-Autofähre nach Helsinki .

Nach 31 Sunden Überfahrt im Industriehafen von Helsinki Vuosaari angekommen, machten wir uns auf in Richtung Norden. Eine Zwischenübernachtung haben wir nach 600 Kilometern in Oulu am Bottnischen Meerbusen eingelegt.

Am Tag darauf ging es weiter nach Rovaniemi, wo wir uns im Weihnachtsmanndorf 🌲 mit Santa Claus 🎅🏼 zur Vorbereitung des Weihnachtsfestes 2023 verabredet hatten. Die Wunschzettlel📃📃 unserer beiden Enkelkinder konnten wir ihm dort persönlich übergeben. Hier in Rovaniemi überquerten wir den nördlichen Polarkreis.

Von Rovaniemi fuhren wir auf der Eismeerstraße weiter in Richtung Norden zum Nationalpark Pyhä-Luosto, wo wir uns für 4 Tage in einem kleinen Hotel mit lokaler Kost einquartiert hatten.

Der Winter war In Lappland schon 2 Wochen früher eingetroffen als von den Finnen erwartet wurde. Eine in Puderzucker getauchte Landschaft begleitete uns auf den Straßen, die größtenteils geräumt, aber mit einer festgefahrenen Eisschicht belegt waren. Die Finnen kennen da nichts: Wenn 80 km/h erlaubt ist, fährt man 80; wenn 100 km/h erlaubt ist, fährt man 100 - auch bei Eis und Schnee. An diese Fahrweise musste man sich erst noch gewöhnen. Gelegentlich laufen Rentiere direkt neben der Fahrbahn, wenn sie dann auch noch weißes Fell haben, sind sie im Schnee kaum auszumachen. Dank Allrad und Offroadreifen bleibt der Landi stramm in der Spur - auch ohne Spikes, die hier in Finnland übrigens erlaubt sind.

Nach 4 Tagen in Luosto fuhren wir auf der Eismeerstraße weiter nach Norden. Nach knapp 3 Stunden gemütlicher Autofahrt erreichten wir unser Ziel in Saariselkä, ein Skiort im Zentrum von Lappland. Das Wetter meinte es besser mit uns, die Wolkendecke zog auf und der blaue Himmel kam zum Vorschein. Die in Pulverschnee getauchte Landschaft Lapplands zeigte sich von der schönsten Seite. Der Winterwald in Nordfinnland ist ein Träumchen und nicht vergleichbar mit Sauerland oder Alpen. Begeistert waren wir auch vom Tourismus in Lappland; er spielt eine gewisse Rolle, aber irgendwie ander als bei uns in Mittel- oder Südeuropa. Es liegt wohl daran, dass in erster Linie die Finnen selbst ihre Freizeit in Lappland mit Wintersport verbringen. Die wenigen Personen aus Italien, Deutschland oder anderen europäischen Länder fallen kaum auf.
Unsere Erkundungstour im Norden Finnlands ging weiter über Ivalo - knapp 50 km westlich von der russischen Grenze entfernt - nach Inari am Inarisee. Dieser See ist der drittgrößte Finnlands und gilt als einer der größten nördlich des Polarkreises. Den 69. Breitengrad haben wir fast erreicht. In Inari besuchten wir das Sami Museum, was sich wirklich lohnt.
Gestern Abend war es dann soweit. Nach dem Abendessen sind wir raus auf den "Hausberg" von Saariselkä und haben die ersten Nordlichter am Horizont gesehen. Die Wetterbedingungen waren mit Wolken nicht optimal, aber trotzdem war das Schauspiel der Nordlicher gut zu erkennen. Insgesamt dreimal hat sich der Himmel zart grünlich verfärbt. Leider reichte die Zeit nicht, um Fotos zu machen. So rasch sie am Horizont auftauchten, so schnell waren sie auch wieder verschwunden. Wenige Minuten dauerte das Schauspiel.
Unsere Reiseroute ist unten auf der Karte zu sehen.

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